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Okt. 2020 - So gut wie NICHTS ist mehr glaubwürdig ...
Die Beführworter .........

NEIN, ich bin gegen den Freibrief

.... der Stadtbahn sowie die Stadtpolitiker werben auf Steuer- zahlerkosten mit riesigen Plakaten für die Stadtbahn, auch wenn es noch so hahnebüchen verargumentiert wird. Die Kosten für Studien und Werbung sollen die Millionen-Euro- Grenze bereits deutlich überschritten haben. Bislang gibt es zu den Zahlen nur Schweigen.
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Und die Gegner ....

Die Stadtbahn-Gegner argumentieren leider teilweise mit überalterten und teilweise falschen Argumenten und sehen auch den eigentlichen Kern unseres Problems nicht mehr oder nur an wenigen Stellen. Es ist schon ziemlich verzwackt geworden, sich als nicht so besonders interessierter Bürger "und Steuerzahler" eine eigene Meinung zu bilden.
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16. Okt. - Ein Eigentor ohnegleichen und keiner hat's gemerkt oder gelesen ....... "Parkdruck abseits der Umweltspur"

Im Wiesb. Kurier vom 16. Oktober steht ein großer Artikel von Christof Schäfer über die Parkprobleme in der Innenstadt am 1. Ring nach der Einrichtung einer Umweltspur.

Und was steht ganz am Ende des Artikels : Unter dem Pseudonym Manfred Walter seufzt ein Anwohner in der betroffenen Gegend

"Mit all dem muß man wohl leben oder eben weiter raus ziehen."
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Und genau damit hat er das Problem auf den Kopf getroffen.

Das wurde nämlich den Innenstadtbewohnern in fast allen Großstädten seit 50 Jahren immer wieder aufs Auge gedrückt. Zieht einfach raus in die Pampa. Und viele haben das auch gemacht, sich ein Häuschen - ihr kleines feines und vor allem preiswertes Haus - im Grünen gebaut. Und jetzt fahren sie eben durch Wiesbaden hindurch zur Arbeit.
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19. Okt. - WK-Überschrift : Wo kommen die Pendler her ?

In der Wiesbadener Stadtzeitung, dem Wiesbadener Kurier, wird am 19.10. auf Seite 9 halbseitig eine blaue gefärbte Grafik gezeigt, wo die Pendler aus dem Umland herkommen und wohin sie fahren.

Ganz klein neben dran steht, daß die zugrundeliegenden Zahlen aus dem Juni 2019 !! stammen. Wir haben aber bereits Oktober 2020 und die Corona Krise hat seit Februar 2020 den Autoverkehr dramatisch reduziert. Und das wird sich so schnell nicht mehr normalisieren - ein Umdenken - auch bei notorischen Autofahrern - hat seit einem halben Jahr angefangen.

In Frankfurt wurde kürzlich in der FAZ schamhaft publiziert, daß die Umwelt-Meßstationen nach wie vor aktuelle erreichte und/oder überschrittene Grenzwerte anzeigen / melden, obwohl der Straßenverkehr auf weit unter die Hälfte abgenommen hatte. Damit ist dieser ganze Stimmungs-Mache Zirkus mit den Umweltspuren überhaupt nicht mehr glaubwürdig. Es scheint reine pseudoreligiöse Ideologe zu sein. Denn selbst mit dem dramatisch verringerten Verkehrsaufkommen werden die Staus in Wiesbaden immer länger.
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Der Flughafen und seine 3 Terminals

Die Voraussagen der Wissenschaftler im Wirtschaftsbereich korrigierten sich Anfang Oktober dahingehend, daß sich der Flugverkehr vielleicht in 10 Jahren wieder auf einen alten Mittelwert von weit vor der Pandemie stabilisierten "könnte". Da braucht Frankfurt weder ein Terminal III (ist auch noch nicht fertig, aber weiter im Bau) noch ein Terminal II. Selbst das Terminal 1 steht zur Zeit leer.

Und das ist ja erst der Anfang eines neuen völlig veränderten Mobilitäts-Verhaltens. Also mit Zahlen von vor der Pandemie zu argumentieren, wie hoch das Verkehrsaufkommen sei, ist Schummel. Es stimmt nicht.

Weiterhin ist auch nicht glaubwürdig, daß jeden Tag 77.000 Einpendler etwa 50.000 Auspendlern gegenüber stehen. Wie dem auch sei, das ist nach wie vor nicht unser Problem.
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Statistiken fälsche ich noch am besten selbst ....

Irgendwie riecht das ganze nach einer groß angelegten Mache, die Straßenbahn muß einfach sein. Darum stellt sich die Frage immer wieder, wer wirklich von dieser Bahn profitiert oder gewinnt.

Will ich glaubwürdige verläßliche Zahlen haben, muß ich differenziert messen, wieviele der Taunus-Pendler durch Wiesbaden hindurch rauschen und zwar täglich.

Also sind die gezählten (hereinfahrenden) KFZ .....
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  1. am 1. Ring an der Ringkirche (1),
  2. der Schiersteiner Straße Ecke Waldstraße (2)
  3. und der Aarstraße / Sedanplatz (3) und
  4. der Platter Straße Einmündung in die Schwalbacher (4)

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mit den Zahlen der (herausfahrenden) KFZ .....
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  • am Anfang der Zufahrt in die Berliner Straße zur B455 auf die A66 (A)
  • und die Zahlen der Mainzerstraße am Hallenbad zur A66 und zur A671 (B)

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in eine Beziehung zum gescannten KFZ Kennzeichen zu stellen.

Sicher sind diese komplexen Zusammenhänge besser mathematisch edv-technisch zu formulieren, doch dann wüßte man erheblich genauer, wieviele Taunus-Pendler wirklich nur durch Wiesbaden Mitte hindurchfahren, also gar nicht in die Innenstadt oder die Randbezirke wollen.
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..... und immer wieder - locken und ködern - nicht zwingen!

die Durchfahrt begrenzen, aber nicht stoppen

Und dann könnte man die Taunusgemeinden mehr weniger druckvoll - und zwar kompetent - mit ins Boot holen, die Taunusbahn (also unsere verrottete Aartalbahn) attraktiv zu reaktivieren und diese Fahrer von der Straße auf die Schiene "locken" !!!, aber nie und nimmer zu zwingen. Alle Versuche hatten doch bislang gezeigt, das mit dem "Zwingen" klappt nicht.
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Eine erfreuliche Berichterstattung am 24. Okt. 2020

Vielleicht hatte ich es überlesen oder es fiel mir in der Vergangenheit nicht so auf, hier lese ich erstmals eine wertneutrale Gegenüberstellung der beiden möglichen Antworten

"JA oder NEIN zur Straßenbahn".

Aufgefallen war auf jeden Fall, daß bei der Fragestellung des sogenannten Volksentscheids die Antwort in die Frage mit reingelegt wurde. "Sie sind doch auch für die Umwelt oder etwa nicht ????"

Einfach Fatal !!!

A
m 24. Okt. 2020 schreiben im WK zwei junge Redakteurinnen auf Seite 12 ihre Meinung als "PRO" und "CONTRA". Das ist neu. Bislang hatten nur alte Männer das Sagen gehabt.

Bei der "PRO" Argumentation kann ich viele Argumente nicht nachvollziehen, denn die Junge Dame weiß nichts von den vielen (teuren) Wiesbadener Flops der Vergangenheit, wir älteren Mitmenschen aber schon.

Bei der "CONTRA" Argumentation wird erstaunlich viel Augenmerk auf das Nachdenken, also das Denken an sich, und nicht auf Gefühle und Wünsche und Träume gelegt. Frau Lisa Marie Christ hat bereits erkannt, daß unsere Wiesbadener Bus-Flotte alle 10 Jahre ausgetauscht bzw. modernisiert wurde und wird.

Die von den Beführwortern angedachten Straßenbahnen (also die Fahrzeuge, die ja etwa zusätzlich zu den 29 Millionen Eigenanteil nochmal 79 Millionen Euro - aber ohne Zuschüsse - kosten würden) aber 30 Jahre lang fahren und ausdauern sollen.

Auch hat sie die absolute Priorität der notwendigen Bahnverbindung nach Bad Schwalbach und weiter in den hinteren Taunus herausgestellt, aber nicht als eventuell mal geplanten vagen Wunschtraum, sondern als die allerwichtigste Aufgabe jetzt und heute und nicht etwa irgenwann hinten dran. 22 Jahre Boelkestraße und 20 Jahre geplante Ortsumgehung Bierstadt lassen grüßen.

Ich hoffe, daß das doch einige Unentschlossene zum Nachdenken anregt.
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24. Okt. 2020 - Die City-Bahn: Einsteigen oder abhaken?

Unsere Redakteurinnen beziehen vor dem Bürgerentscheid zum Schienenprojekt Position :

PRO (Straßenbahn von Nele Leubner)

Hier geht es immer noch um die "Schmalspur Straßenbahn" und nicht um eine reginale Stadtbahn auf Bundesbahn-Gleisen wie in Stuttgart und Porzheim und Karlsruhe.

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Wiesbadens Stadtautobahn in 1965

Wir können in Wiesbaden genauso weitermachen wie bisher: Ein bisschen an den Symptomen herumdoktern und dabei über Stau, die Verkehrsbelastung und die Luftverschmutzung klagen. Es ist auf Wiesbadens Straßen täglich zu beobachten, wohin das bislang geführt hat. Und zwar nicht erst, seitdem ein grüner Verkehrsdezernent im Amt ist.

Als ich vor rund neun Jahren das erste Mal in Wiesbaden gearbeitet habe, stand mein Bus nahezu jeden Tag im Stau. Seitdem ist die Bevölkerung Wiesbadens noch mal um rund 13.000 Personen gewachsen, seit 1970 sogar um insgesamt 41.000 Einwohner.
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  • Anmerkung : Ich wohne jetzt seit 70 Jahren hier und habe alle Flops der Wiesbadener Stadtväter live mitbekommen, übrigens aus allen Parteien. Die Rheinmainhallen, die Hochbrücke Schwalbacher Str., das Raiffeisenhochhaus, das Stadtmuseum, die Bölkestraße, die Umgehung Bierstadt. Brauchen wir noch einen Millionen- NEIN ..... genauer gesagt - einen Milliarden-Flop ?

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Der Istzustand

Die Straßen der hessischen Landeshauptstadt mit schöner historischer Altbausubstanz sind seitdem bekanntlich nicht mitgewachsen. Es wird also auf Dauer nicht mehr funktionieren, wenn jeder Einwohner nahezu jeden Weg mit dem Pkw zurücklegt.

  • Anmerkung : Das stimmt doch schon gar nicht mehr, das ist Angstmache und fast schon Demagogie. Die Wiesbadener sind doch nicht alle so blöd, wie es hier dargestellt wird. Das Problem liegt doch ganz woanders, nämlich beim Durchgangsverkehr aus dem Hintertaunus.


Und das häufig ganz allein in einem Wagen, der viel Platz braucht. Der begrenzte Straßenraum muss für diejenigen freigehalten werden, die aufs Auto angewiesen sind. Ob Pflegedienste, Handwerker, Lieferanten, Familien mit Kindern, die ihren Alltag anders nicht organisieren können oder auch Ältere.

  • Anmerkung : Müssen unsrere betuchten Helikopter-Eltern ihr Kinder mit dem 350PS SUV bis in die Schule, am besten noch bis auf den Schulhof oder in den ersten Stock fahren ?? Und alle zu den Stoßzeiten um Punkt 8.oo Uhr ? Eine geplante "Straßenbahn" ändert an dieser Marotte überhaupt nichts.

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Die Alternative ?

Dafür müssen wir aber als Alternative zum Auto einen ÖPNV anbieten, der - wenn man schon die deutlich unbequemere Variante nutzt - so zuverlässig, barrierefrei, und von den Platzmöglichkeiten her so attraktiv wie möglich sein muss.

  • Anmerkung : Ein ganz fataler undurchdachter Denkansatz, jetzt schon von der "unbequemeren Variante" zu faseln. Genau das Gegenteil muß geschaffen werden, die komfortablere schnellere und bequemere Variante und das ist aus meiner Ingenieurs-Sicht die Aartalbahn bis Frankfurt Innenstadt bzw. Niederrad und zum Frankfurter Flughafen. Schon diese verrückte Idee mit dem 113km entfernten chinesischen Flughafen "Frankfurt Hahn" am Ende der Welt war hahnebüchner Unsinn - der inzwischen sehr viel Geld gekostet hat und nicht nur beinahe tot ist. Es ist jetzt ganz tot - ein 350 Millionen Euro Grab - und der Pleitegeier kreist über dem Haupt des chinesischen Eigentümers.


ÖPNV-Nutzer halten ein Stück weit die Straßen für andere frei, schonen unser aller Umwelt - viele sind auch schlicht auf dieses Transportmittel angewiesen.

Es ist einfach unfair einen, nun ja, mittelprächtigen Busverkehr anzubieten, weil es während der Bauzeit zu Beeinträchtigungen kommen wird und die Investition in eine City-Bahn Steuergelder kostet. Wir zahlen von unseren Steuern ebenso die Straßeninfrastruktur.
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  • Anmerkung : Dieser Zusammenhang erschließt sich mir überhaupt nicht. Bei Frau Leubner kommt der Strom noch aus der Steckdose, und ganz bestimmt kommt da sauberer Strom aus finnischen Wasserkraftwerken - bis nach Wiesbaden (und nicht aus französischen Atomkraftwerken oder polnischen Kohlekraftwerken ????? ......? Weiterhin wird bei einer Bauzeit von mehreren Jahren durch Staus so viel mehr an Umweltdreck aller Varianten zusätzlich erzeugt, das ist genauso unüberlegt wie die Abwrackprämie, aufgrund derer die dadurch subventinierte Produktion eines neuen Autos mehr Dreck versursacht, als das alte noch 5 Jahre weiter zu fahren. Ich vermute, das mit dem Nachdenken - und zwar vorher - kostet zu viele Kalorien.

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Und jetzt eine falsche Aussage

Die meisten Bürger sind sich zumindest in einem Punkt einig: Wir brauchen eine Lösung für unsere Verkehrsprobleme. Diese wurde in den vergangenen Jahrzehnten - entgegen vollmundiger Ankündigungen bei der Ablehnung der vergangenen Stadtbahn-Anläufe - nicht gefunden oder gar umgesetzt. Trotz wechselnder politischer Konstellationen im Rathaus. Wiesbaden dreht sich hier seit Jahrzehnten im Kreis.
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  • Anmerkung : Die damaligen Vorschläge einer wiederbelebten Straßenbahn waren allesamt nicht schlüssig. Wie wäre es, zum Beispiel das Karstadt Parkhaus umzufunktionieren, damit das ganz schlimme immer und ewig verstopfte Nadelöhr Neugasse und Friedrichstraße - mitten in der Innenstadt - dramatisch entlastet wird. Dort stehen sie bis zu 15 Minuten und warten mit laufendem Motor - worauf ? Um dort diese engen steilen Wendeltreppen ähnlichen Sepentinen im 1. (Schleich-) Gang rauf zu kurven und runter zu bremsen ? Kein Wort von solchen Feinstaub und CO2 entlastenden Lösungen, die wirklich sofort und viel helfen würden. Und ich hätte tolle Ideen, was man auf diesen Parkdecks alles machen könnte.

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Das eigentliche Problem - die Taunus-Pender auf Durchreise

Und auch Berufspendler aus der Region haben häufig keine andere Wahl, als durch die Innenstadt zu gurken. Währenddessen steuern wir geradewegs auf einen Verkehrskollaps zu. Wir können uns natürlich auch alle hinstellen und sagen: „Ich lasse mir doch das Autofahren nicht verbieten!"
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  • Anmerkung : ENDLICH :
    Problem erkannt, aber leider eine falsche Lösung. Sie können die Menschen (Autofahrer und inzwischen auch selbstherrliche Fahrradfahrer und Scooter-Roller Fahrer) nicht zwingen, wie man an der Corona Krise und der aktuellen 2.Welle und der Verschärfung seit Wochen sehen kann.
    Sie müssen !!! sie "locken und ködern" - mit wohlüberlegten komfortablen schnellen und bequemen Alternativen !!!!


Anschließend über Stau zu klagen und von der Politik zu fordern, sie solle die Situation ohne Einschnitte für den Einzelnen lösen, verbietet sich aber dann ebenso. Alle Verkehrsteilnehmer haben Anrecht auf Platz in unserer Stadt. Also ein Bürgerentscheid solls richten.
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  • Anmerkung : Da besteht leider Nachholbedarf an einer Definition. Fußgänger sind erstmal keine Teilnehmer am Verkehr, Fahrradfahrer und Rollerfahrer aber sehr wohl. Und auch diese unterliegen der STVO, auch wenn es viele Radfahrer noch nicht gerafft haben oder immer noch nicht raffen wollen.

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CONTRA (Straßenbahn von Lisa Marie Christ)

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Wir stehen kurz vor dem Bürgerentscheid, die Diskussionen rund um die City-Bahn sind auf dem Höhepunkt. Und doch hat man das Gefühl, man steckt fest zwischen den immer gleichen Argumenten von Gegnern und Befürwortern.

  • Anmerkung : Ich habe seit Monaten bemängelt, daß uns mit dem Begriff einer "City-Bahn" etwas vorgegaukelt wird, das wir so in der derzeitigen Form (Planung) gar nicht brauchen. Es ist eine ganz normale Straßenbahn als Bus-Ersatz. Eine City-Bahn sollte zum Beispiel

  • von Igstadt über Bierstadt bis nach Dotzheim und zu den HSK Kliniken verlaufen und
  • von Rambach über Sonnenberg, die Innenstadt und bis nach Schierstein und
  • von Klarental über Erbenheim, die Innestadt und bis Nodenstadt und Wallau.


Wir drehen uns im Kreis. Mich hat das Projekt City-Bahn bis heute nicht überzeugt. Vor mir sehe ich ein Infrastrukturprojekt, das die Stadt spaltet, das teuer wird und unangenehm in der Bauphase.
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Kalkuliert mit den Zahlen von "Gestern" - realitätsfremd

Die Stadt plant bei den Kosten ziemlich ins Ungewisse. Die Betriebskosten sind ebenso noch nicht in der Kalkulation enthalten, sowie niemand vorhersehen kann, wie sich die Fahrgastzahlen entwickeln. Und wie schnell der ÖPNV in große Probleme kommen kann, zeigt die Corona-Krise ja gerade nur allzu deutlich.

Völlig richtig, der Verweis auf die unrealistischen Träume

Dazu kommen Kosten für die Anschaffung der Wagen, die bis zu 30 Jahre funktionstüchtig sein sollen, und die Wartung und Instandsetzung der Züge. In 30 Jahren sind die Züge der City-Bahn aber alles andere als modern - sollten sie so lange halten.
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  • Anmerkung : Das sieht sogar eine junge Frau - also nicht nur der Diplom-Ingenieur - ganz realistisch, daß hier fürchterlich getürkt und getäuscht wird und mit völlig unrealistischen vagen Zahlen geworben wird, obwohl die "ESWE Verkehr" Verantwortlichen (es sind die vermutlich davon profitierenden Beführworter) doch ganz genau wissen, wie lange ein Stadt-Bus modern ist und wie lange er vertretbar effizient gefahren werden kann (bevor er auseinander fällt).

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Das Chaos während der Bauphase (wird verniedlicht)

Während der Bauphase wird es zu chaotischen Zuständen kommen, weil die Stadt aktuell schon kurz vor dem Verkehrskollaps steht. Baustellen in stark befahrenen Straßen, wie der Coulin- oder Sonnenberger Straße, verursachen aktuell zusätzlichen Stau in den Hauptverkehrszeiten.

Da fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, was über Jahre in Wiesbaden los sein wird, sollte die Strecke der City-Bahn gebaut werden. Die City-Bahn wird also über Jahre ein rotes Tuch bleiben.

Die Autofahrer haben sich auch noch lange nicht an den neu aufgeteilten Verkehrsraum auf dem 1. Ring gewöhnt. Weniger Platz für Autos, mehr Platz für Fahrräder, Busse auf den Umweltspuren.

Die Autos kann man nicht wegträumen

Prinzipiell ist das eine gute Sache. Die Autos sind aber weiterhin da. Und mit ihnen der Stau. Und sie werden auch bleiben, selbst wenn eine City-Bahn durch Wiesbaden fahren sollte.

Erkannt - das ureigenste Problem : die Durchreisenden

Bevor für die Pendler - vor allem die, die nur durch Wiesbaden durchfahren - keine sinnvolle Lösung gefunden ist, die heute funktioniert, bin ich skeptisch.

  • Anmerkung : "Sie spricht mir aus der Seele", sagt man so schön. Wir kennen uns (noch) nicht. Aber sie hat genau die gleichen Gedanken wie ich. Das ist sehr erfreulich.


Alternativen wie Busse mit Elektro- und Wasserstoffantrieb gibt es schon. Wenn eine City-Bahn durch die Rheinstraße und vorbei an der Ringkirche fahren kann, wieso kann das nicht auch ein Bus?

  • Anmerkung : Ich vermute inzwischen bösartiger Weise, es ist einfach ideologisch nicht gewollt. Man muß die bösen Autofahrer - die übrigens mit ihren gigantischen Sprit-Steuern einen erheblichen Teil unseres Wohlstandes finanzieren - vom Auto in den teuren Bus und auf das regensichere Fahrrad "zwingen". - Und das wird nicht funktioneiren. Es gibt da nur eine Lösung, die Entscheider werden einfach nicht mehr gewählt und die nächste Wahl kommt bestimmt. Leider muß dann der bis dahin fortgeschrittene Ausbau wieder abgerissen werden, wie die Hochbrücke über die Schwalbacher Straße.


Vielleicht ist es an der Zeit, das Streckennetz der Busse zu überdenken. Neue Linien, Querverbindungen und engere Takte könnten helfen, Menschen schneller an ihr Ziel zu bringen. Das würde auch die vollgestopften Haltestellen Luisenplatz oder Kirchgasse entlasten.
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Das ist der zielführende Weg :

Auch der Schienenverkehr über die Wallauer Spange aus dem Rheingau-Taunus-Kreis in Richtung Frankfurt und nicht zuletzt vielleicht auch ein Verkehr auf der Aartalbahnstrecke auf Normalspur, der dann bis nach Diez verkehren könnte, bleiben als Alternative.
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Als bessere Alternative.
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  • Anmerkung : Zum Glück - oder fast schon leider - geht es uns (oder ging es uns bis Jahresmitte 2020) hier im reichen Wiesbaden wirklich gut. Wir könnten oder konnten uns so manchen Flop leisten. Doch Corona hat vielen Städten und Gemeinden einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die für fast 250 Millionen neu erbauten Rhein-Main-Hallen stehen jetzt 9 Monate leer und werden noch so manches Halbjahr leer stehen. Den Jüngeren ist so überhaupt nicht mehr zu vermitteln, warum sie den Größenwahn der "alten Säcke" ihr Leben lang abbezahlen müssen. Also bestellt hatten sie das ürsprüngliche 80 Millionen "Congress-Center"-Projekt für letztendlich 250 Millionen ganz bestimmt nicht. Diese Zahlen können Sie im Wiesbadener Kurier nachlesen.

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In der gleichen Ausgabe noch ein Schmankerl :
Über den "geheimnisvollen" Vorort Wiesb.Biebrich ........
"10.100 rein, 580 raus ?" Wie geht das ?

Auf Seite 16 der Wiesb. Kurier- Ausgabe vom 24.10. steht ein Artikel über die Straßenbahnstrecke durch Biebrich und die Voraussetzungen und Zählungen des Verkehrs. Abgesehen von den Zahlen, die ich nicht verifizieren kann, weil ich dort nicht wohne, mußte ich lächeln. Nämlich der letzte Satz dieses Vier-Spalters ist sehr bezeichnend für das ganze Bromborium:

Einbahnregelungen sollen - beispielsweise in der Straße Am Schlosspark - auch neue Parkplätze schaffen. Katharina Müller von Eswe Verkehr verriet, was ohnehin schon vermutet wurde: Die Experten empfehlen für den gesamten Planungsbereich Biebrich-Mitte, künftig alle Stellflächen mit einer Mischung aus Anwohner- und Parkschein-Parken "zu bewirtschaften". (Anmerkung: also Geld fürs Parken zu verlangen.)

  • Weiter im Text heißt es dann :

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Zu City-Bahn, Radverkehr und Stadtlogistik referierten Carola Pahl (Verkehrsdezernat), Melanie Göbel (Stadtplanungsamt) und Thomas Canelada (City-Bahn GmbH) überwiegend Bekanntes oder Vages.
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Also nochmal : "überwiegend Bekanntes oder Vages".

Überall bei den Beführwortern (PRO) wird mangels Kenntnissen darauf verweisen, was alles gemacht werden würde, wenn ........

Auf die Bierstadter Ortsumgehung warten die ausgeräucherten Bewohner "An den Fichten" seit 20 oder mehr Jahren und alle Versprechungen und Planungen sind im Sand verlaufen. Und direkt neben dran - also neben den Fichten - wird ein ganz neues Wohngebiet für die Besserverdienenden angelegt. Und die Auto-Abgase - in steigenden Mengen - (und die verlorenen Versprechungen) gibts gratis.

  • Übrigens ist "das Vergasen" von Bevölkerungsteilen (ein "Begriff" mit üblem Beige- schmack) seit 1948 ein vom "Internationalen Gerichtshof" weltweit geächtetes strafbares Verbrechen gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht - aber (schon wieder) nicht in Deutschland ?

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Am Ende könnte es so kommen, "die Stadt" bekäme einen völlig undefinierten Aufrag "Macht einfach mal, was ihr so denkt".

Planen wir schon mal den Abriss

am 31.10.2020 - Ich schreibe das hier so zeitnah wie möglich, damit wir in einem Jahr (2021) nachlesen können, wie es damals wirklich gelaufen war.

Zum Glück gibt es moderne computer-gesteuerte Bagger, zwar nicht die gleichen wie vor 50 Jahren, als die Schienen der alten Wiesbadener Straßenbahn heraus- gerissen wurden.

Aber mit den neuen Baggern kann man die Schienen viel schneller wieder rausreißen als früher - vor 50 Jahren.

Der Abriß der Hochbrücke Schwalbacher Straße unserer Wiesbadener "Stadautobahn" - Wiesbaden wollte ja mal eine "Weltstadt" werden - ging ja auch viel schneller - als der Bau damals gedauert hatte.
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