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Hier kommen aufgesammelte spätere Artikel

In unserer Weltkurstadt Zeitung kommen so nach und nach immer weitere Artikel und auch Kommentare zu Leserbriefen, die aufhebenswert sind.
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Wiesb. Kurier vom 25.11.2020 - Seite 11

Frau Lisa Maria Christ schreibt in diesem Artikel, daß die Mehrheit der NEIN stimmenden Wahlberechtigten das Straßenbahnprojekt von Mainz über Wiesbaden nach Bad Schwalbach abgelehnt hätte.

Das ist leider nicht richtig oder total mißinterpretiert.

Ich versuche jetzt mal einen Leserbrief an Frau Christ zu formulieren:

  • City-Bahn- "NEIN" Stimmen mißinterpretiert

    Bezugnehmend auf den Artikel im Mittwochs-Kurier (25.11.) möchte ich folgendes klarstellen. Nach vielen Gesprächen mit über 100 Bierstadter Mitbürgern kamen wir zu dem Schluß, daß wir diesen so extrem "dämlichen" Freibrief für völlig vage formulierte Versprechungen geschlossen ablehnen. Unsere Bierstadter Ortsumgehung wartet seit 22 Jahren. Inzwischen werden die Anwohner an den Fichten "vergast". Und es passiert wieder nichts.

    Die grüne Abteilung Kowol ignoriert völlig die Prioritäten unserer Probleme zugunsten populistischer Scheinerfolge. Die Umweltspuren haben die Staus verlängert. Wir hatten es geahnt. Das Ergebnis ist nicht weniger Schadstoffe, nein mehr sogar.

    Wir sind allesamt für die sofortige Instandsetzung der Taunusbahn - aber mit Hirn, nicht mit Ideolgie - und nicht nach Mainz, sondern direkt nach Frankfurt + Flughafen und dann erst zum HBF Wiesbaden.

    Also nicht mißinterpretieren, sonst wird ein falschens Bild suggeriert.

  • http://www.werweis.de/wiesbadens-stadtbahn-2020-5.html

  • Dipl.Ing Gert Redlich Wiesbaden



Also mal sehen, ob soetwas veröffentlicht wird.

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Es steht zwischen den Zeilen - wie wir belogen wurden!

In unserer Wiesbadner Tageszeitung vom 27.11.2020 auf Seite 11 steht es relativ klein und dazu auch wertneutral, daß die ganze uns Bürgern vorgesetzte Kalkulation dieser City-Bahn Planung reine Augenwischerei war. Wir sollten - wie bei den Rhein Main Hallen - für dumm verkauft werden (Steigerung von 80 auf nahezu 250 Millionen Euro). Der dortige WK-Autor (OS) drückt sich etwas gewählter aus, ich darf es hier aber sehr kritisch formulieren.
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Wie vermutet - alles nur "Lug und Trug" ?

Geworben wurde mit "90% Zuschuß" durch das Land und den Bund. Verbleiben würden gerade mal 40 Millionen Euro zu Lasten der Stadtkasse und wir alle hätten den jahrzehntelangen Nutzen davon.

Also rechnen können die 3 Geschäftsfürher und die beiden Ingenieure ganz offensichtlich überhaupt nicht oder nur unter rot-grünen Vorzeichen (Schleiern).

Publiziert und kommuniziert wurden uns Kosten von ca. 400 Millionen Euro, wovon die Stadt Wiesbaden 10% berappen müsse. Das sei doch zu vertreten für diesen riesen Gewinn für "die Bürger" der nächsten drei Generationen.

Dann kam raus, na ja, es würden doch eher 600 Millionen und vielleicht noch etwas mehr werden. Von der Eigenanteil- Steigerung um mindestens 20 Millionen auf 60 Mio redete plötzlich keiner der Verfechter mehr. So ganz nebenbei wurden weitere 80 Milionen für den Kauf der Straßenbahnen offenbart, die nícht von Land oder Bund bezuschußt würden. Die müsse Wiesbaden alleine tragen.

Von den ganz und gar nicht zu verniedlichenden Kosten für Wartung und Pflege - weit ab drüben in Mainz - wurde nie so richtig gesprochen.

Und nach der Abstimmung kam langsam raus, 13 (dreizehn) Millionen Euro wurden vorab schon mal ausgegeben - davon über 2 Millionen Euro für die Zustimmungs-Werbung. Die sind aber in den 40 Millionen (als jetzt 60 Millionen) Eigenanteil der Stadt gar nicht enthalten, die kommen ja auch noch oben drauf.

In dem Kurier-Artikel vonm 27. 11. 2020 wurde recherchiert, daß jetzt nach dem NEIN zu dieser planerischen Katastrophe auch gar nicht so schnell "der Stecker gezogen" werden könne, also 2 oder 3 Millionen würden zur Abwicklung noch anfallen. Es seien bislang auch nicht 13,0 sondern 13,9 Millionen (das sind fast 14 Millionen) verbrannt worden.

Das bedeutet, wir sind rechnerisch schon über den 16 Millionen Euro. Uiiii, sind wir reich.
Ich denke dabei auch an die völlig irren Kostenabschätzungen (also die Steigerungen von anfänglich 2 Millionen auf bis zuletzt ca. 50 Millionen Euro) für die "Auferstehung des verschlossenen maroden Walhalla Theaters", die zum Glück erst mal vom Tisch ist.
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Die Planer und der ganze City-Bahn GmbH Laden gehören sofort gefeuert - wegen Unfähigkeit

Zumindest die in dem Artikel benannten fest angestellten Ingenieure müssen sich gefallen lassen, daß die ganze Planung für die Katz war. Der studierte Ingenieur macht für "sein - wie auch immer geartetes Vorhaben" zuerst mal eine Zielgruppenanalyse, dann kommt die Machbarkeitsstudie, dann die Kostenabschätzung, dann die Durchführungsplanung und dann kommt erst die Entscheidung, geht oder geht nicht usw.

Dazu gehört die Vermittlung der Grundlagen und aktuellen Zahlen an die Auftraggeber, in diesem Fall das Stadtparlament und die Medien, denn wir Bürger sollen das alles bezahlen. Von den Entscheidern wird doch keiner für diesen Flop zur Rechenschaft gezogen, weder Herr Kowol noch der amtierende Oberbürgermeister.

Die ziemlich dämliche sicherlich im Weinnebel auf dem Weinmarkt gefallene ex-OB A. Exner Entscheidung, den ICE (und damit die Bundesbahn) zu einem Stop im Wiesbadener Sackbahnhof zu zwingen, hinkt uns immer noch nach. Einer (1 ICE) von den damalien 12 Zügen fährt noch. Alle anderen ICEs fahren weit draußen an Wiesbaden vorbei. Danke Herr Exner, Montabaur läßt grüßen.
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